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Kroatien

Die Flammen über Šibenik

Die Einreise in die EU war genauso unspektakulär wie alle anderen Grenzübergänge auch. Unsere Unterkunft bei Šibenik in Kroatien ist sehr schön, ein Familienbetrieb, der mit Herzblut geführt wird. Drei Häuser teilen sich einen großen Pool, der Gastgeber Ivan kocht extra für seine Gäste - es gibt keine Karte, man darf sich einfach etwas wünschen. Und es schmeckt hervorragend, das Gemüse kommt größtenteils aus seinem eigenen Garten.

Am zweiten Tag riecht die ganze Luft nach Rauch und der Himmel ist trüb: In der Nähe von Šibenik brennt es. Abends sitzen wir bei einem Bier mit Ivan zusammen und sprechen darüber: „Es waren die Serben. Niemand schreibt es, aber in 80 % der Fälle haben die Serben das Feuer gelegt. Die Hitze alleine ist nicht der Grund. Alle wissen es, aber niemand schreibt es, man versucht es zu ignorieren“. Scheinbar will man den Konflikt nicht zusätzlich befeuern - im wahrsten Sinne des Wortes, wenn es denn überhaupt stimmt, denn so genau weiß man das natürlich nicht. Auch hier bekommen wir wieder die Spannungen zwischen den Nationalitäten und Kulturen mit, auch wenn Ivan betont, dass er „total entspannt“ bezüglich der Serben ist, es sind nur wenige Verrückte, die es eben überall gibt. In Kroatien gefällt es uns sehr gut. Wir machen einen Ausflug nach Primošten, ein wahnsinnig charmanter Küstenort auf einer Halbinsel gelegen, mit netten Restaurants, kleinen Lädchen und türkisfarbenem Meer. Es ist sehr heiß, fast 35 Grad. Wir legen uns in den Kiefernwald und gehen baden - bis auf Johanna, sie fürchtet sich noch immer vor dem Meer und möchte nicht das Wasser berühren, auch nicht mit den Füßen.

Der Weg nach Primošten führt uns durch das Brandgebiet, das Feuer ist mittlerweile zum Glück gelöscht, aber hat ganz schön seine Spuren hinterlassen. Viele Bäume sind komplett ausgebrannt und schwarz.

Die Fahrt

Startzeit 09:02 Uhr
Fahrdauer 3:28h
Fahrstrecke 237km
Ø Verbrauch 6,4l / 100km
Ø Geschwindigkeit 70,4km/h
Ankunftszeit 14:01 Uhr
Strecke Mostar - Šibenik